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Genusswand / Albertfels – 1

Heute ging es nach Breitenbrunn, auf dem Plan standen die Genusswand und der Albertfels.

Die Genusswand bietet Klettereien vom 3. bis zum 5. Grad. „Nur Mut“ und „Wadenschänder“ sind etwas länger, der Rest ist eher sehr kurz. Unsichere Vorsteiger können bei Bedarf durch den Wald die Umlenker erreichen und die Routen komfortabel für das Toprope herrichten. Man kann hier mal hingehen, mehr aber auch nicht.

Der Albertfels bietet zweimal 7- und zweimal 7 (rechte Route sah ziemlich bemoost aus) und ist deutlich lohnender. „Kaffeepause“ ist eine schöne Kletterei mit fordernder Einstiegsplatte (Leisten) und einem sehr schönen Riss oben raus. „Nichts für Freitag“ kommt großgriffig daher und man muss die Griffe schon ordentlich belasten, um die Füße weiter zu stellen.

Insgesamt muss ich mich noch an den Granit hier gewöhnen. Schwer zu lesen, besonders die Tritte, aber auch der Routenverlauf hat es in sich, da sich die Griffe meist erst beim Greifen offenbaren (daher auch onsights am Albertfels verbockt). Das Gestein ist zwar fest, weist aber viele Bruchstellen auf. Einige Ausbruchstellen sind erkennbar, mir selbst sind 2 faustgroße Blöcke abgesegelt. Daher war das Klettern insgesamt etwas krampfig, da ich viel Kraft auf die Griffe gebracht habe, um mich bei wegbrechendem Tritt möglichst halten zu können. Darüberhinaus schwindet die Haut von den Fingerkuppen quasi in Lichtgeschwindigkeit durch die Rauheit des Felses.

Genusswand, 11.8. 2016

Schau mer mal 4+ onsight sehr kurz, muss man nicht machen
Blickfang 5 onsight sehr kurz, muss man nicht machen
Nur Mut 5 onsight kurz, kann man mal machen, unten plattig
Wadenschänder 5+ onsight kurz, kann man mal machen, durchaus nett
Sväään 5+ onsight sehr kurz, muss man nicht machen, Einzelzug

Albertfels, 11.8. 2016

* Kaffeepause 7- rotpunkt Leistenplatte und Riss, schöne Kletterei
Nichts für Freitag 7 rotpunkt kraftvoll, großgriffig, ganz ok
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Herrenstein – 1

Herrenstein (Froschfelsen), 7.8. 2016

Klettern im wunderschönen Erzgebirge. Der Herrenstein ist ein Paradebeispiel für allerbeste Routen und einmaliges Panorama. Direkt an der Vorsperre Schönheide liegt dieses kleine Schmuckstück und bietet leistige Plattenklettereien im 8. Grad sowie abwechslungsreiche 6er im rechten Wanddteil. Zu diesen Touren gelangt man über einen Klettersteig, somit sichert der Sichernde knapp über dem Wasserspiegel und der Kletterer blickt ausschließlich auf Fels oder Wasser. Einmalig.

Mein Projekt des Tages war die „Genießerkante“, deren Durchstieg dann letztendlich im wahrsten Sinne des Wortes ein reiner Genuss war. Drei Sterne und Daumen hoch. Allerbestes Leisten-Platten-Klettern. Technisch und in der Wegfindung anspruchsvoll. Ein perfekter Klettertag bei allerbestem Wetter.

Vielen Dank nochmals an die Klettergruppe der DAV Sektion Zwickau, der ich mich freundlicherweise anschließen durfte.

Zettelklau 6+ onsight ganz ok, brüchiger Fels obenraus
*** Genießerkante 7+ rotpunkt herrliche Kantenplatte, Leistenkletterei
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Steinbruch Heubach – 3

Steinbruch Heubach, 7.7. 2016

Nach Hainstadt vor 14 Tagen ging es gestern erneut hoch in den Odenwald, diesmal war Heubach an der Reihe. Gleich am Felsen wurden wir belehrt, dass ab jetzt ein Magnesiaverbot gilt. Die Kommunikation per Webseite steht zumindest noch aus. So blieben die Chalkbags unten, zum Glück stand kein Klettern an der Leistungsgrenze auf unserem Plan. Ich möchte darüber garnicht groß diskutieren. Fakt ist jedoch, dass zum einen sportlich gesehen viel weniger geht und zum anderen (und bedeutend wichtiger!) schlichtweg die Unfallgefahr steigt. Mit zunehmend schwitzigen Fingern Exen und Seil einhängen oder gründlich mobile Sicherungen zu legen ist gefährlich, Punkt. Vielleicht sollte der Verein nochmals in sich gehen, die Absicherung und Ausrichtung ihrer Routen betrachten und entweder den einen oder anderen Ring mehr verbauen bzw. alternativ den Kletternden einen trockenen, sicheren Griff zugestehen. Schließlich handelt es sich meines Erachtens hier um einen eher sportlich orientierten Steinbruch und kein traditionelles Klettergebiet.

Mein Klettertag begann mit der Route „Im Tal der Ahnungslosen“. Da ist quasi alles drin. Riss, Löcher, Leisten, Schuppe, Bänder und sogar ein kleiner Überhang. Wunderbares Klettern. Zum 1. Ring hin ist ein schmaler Riss selbst abzusichern. Für unsichere Kletterer im 7. Grad wäre ein weiterer Ring hier nicht schlecht. Nicht jeder hat 2-3 kleine Cams (0,3 oder sogar kleiner) in seiner Materialauswahl und Keile sind aufgrund des Rissverlaufes nicht wirklich sehr vertrauenswürdig. Also besser nicht fallen.
Gleiches gilt für „Unter den Dächern von Heubach“. Unnötige Sturzgefahr beim Clippen des 1. Hakens (besser Clipstick nehmen). Der 2. Haken ist schwer zu clippen, sollte also auch nicht die erste 7+ sein, die man klettert. Nach dem 3. Haken passt ein Cam (2.0), danach gehts stufig viele Meter bis zum nächsten Fixpunkt. Hier Abrutschen wäre äußerst unschön…..man kullert von Band zu Band.
Die Route an sich hat 2 gute Einzelstellen. Harte und weite Züge an Leisten, teils Löchern. Für Leute über 1,80m deutlich einfacher. Ich musste Passagen teils anders klettern oder viel mehr durchblockieren, um an den nächsten Griff zu gelangen. Bewertung passt.

** Im Tal der Ahnungslosen 7 onsight von allem etwas, Sicherungen einpacken
* Unter den Dächern von Heubach 7+ rotpunkt 2 Einzelstellen, weite und harte Leistenzüge
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Steinbruch Schriesheim – 45/46

Schriesheimer Steinbruch, 28.6./5.7. 2016

Endlich! Nach wochenlangen Regen und meiner Verletzung ist das gute Gefühl beim Klettern schwieriger Routen wieder da. Alles spielt mit, funktioniert und der Finger hält, wobei ich immer noch aufpassen muss, welche Griffe ich halte und welche ich eher meide.

Vergangenen Dienstag setzte ich mir das Ziel nach dem Einklettern wieder in eine 8 zu gehen. Hart aber Herzlich (6+/7-) ist ein ganz schönes Brett, ich bin zwar kein Riss- und Klemmexperte, sehe die Route jedoch eher bei 7. Fürs Aufwärmen der Fingerchen war es gut. Danach ging es relativ erwartungsfrei in Totalgaz (8/8+). Es lief wie am Schnürchen. Nach zwei Durchgängen konnte ich alle Passagen klettern und meine Strategie stand. Fast wäre mir am Ende des Klettertages noch der Durchstieg gelungen, Hammer! Gestern dann der perfekte Ablauf. Einmal hoch zum Warmwerden, anschließend sauber der Rotpunkt. Genial!
Die Route macht richtig was her. Sehr technisch, gut stehen ist stets der Schlüssel. Die Griffe und Bewegungen sind enorm abwechslungsreich. Und etwas Fingerstrom braucht`s auch noch. Ausdauer weniger, da ideale Rastpositionen vor dem Finish vorhanden sind. Ich denke für Personen unter 170cm wirds nochmal deutlich schwerer.

Anschließend turnte ich noch ein wenig in Traurig aber Wahr (8/8+) herum. Die Route startet wie Beast/Vitalis und steigt über den Riss der Zugluft aus. Auch hier lief es bestens. Eine kleine Einzelstelle fehlt mir noch, bevor die Rotpunktversuche starten können. Hier ist deutlich mehr Athletik und Ausdauer gefragt im Gegensatz zu Totalgaz.

* Hart aber Herzlich 6+/7- harte Risslinie, rotpunkt vertagt
** Traurig aber Wahr 8/8+ am Ausbouldern
*** Totalgaz 8/8+ rotpunkt technisches Schmankerl (Füße), enorm vielseitig
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Hainstadt – 2

Steinbruch Hainstadt, 23.6. 2016

Hitzeschlacht im Steinbruch. Zumindest in den letzen beiden Routen des gestrigen Ausfluges. Schön war es, mal wieder in Hainstadt zu sein, Abwechslung tut gut. Aufwärmen wollte ich mich in der Route Schuppe (7-), das gelang mir ziemlich gut. Ich habe selten so kämpfen müssen für einen 7- Onsight. Sehr anhaltend die Route mit einer knackigen Crux für diesen Grad. Lohnt.

Anschließend wählte ich Aktion Direkt (7+) für einen Onsight-Versuch. Dieser endete mit einer falschen Entscheidung schon direkt am Anfang der Route. Die Schlüsselstelle weiter oben hätte sowieso jeden Erfolg verhindert. Ausbouldern war angesagt. Danach konnte ich die Route direkt rotpunkten. Macht Spaß, man muss sich jedoch sehr an die Linie halten um den vorgegebenen Grad zu klettern. Die Platzierungen der Ringe sind eher suboptimal und das Sturzgelände ebenso (Bänder). Also Vorsicht.

Weiter ging es Richtung linkes Wandende und ab in die Sonne. Der Schatten wäre wohl die bessere Option gewesen. So kämpfte ich mich in der Hitze einmal die Raupe (8-) und einmal die Schnecke (7) nach oben, wobei die Crux der Raupe bei den Bedingungen für mich nicht machbar war. Beide Routen haben technisch-kräftige Plattenschlüsselstellen im unteren Bereich und werden nach oben einfacher, sie enden in mehr und mehr Bruch und Dreck. Lohnen aber ebenso wie die beiden Vorgänger. Für weitere Begeher habe ich schon mal ordentlich vorgeputzt, in letzter Zeit scheint hier keiner geklettert zu sein.

* Schuppe 7- onsight technisch interessant, sehr ausdauernd
* Schnecke 7 kräftige und technische Plattencrux
* Aktion Direkt 7+ rotpunkt Band zu Band, an die Linie halten, Ringe…
* Raupe 8- harte Plattenschlüsselstelle, Rest „geschenkt“