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Rindsberg Westpfeiler – 7

09.09. 2020, Rindsberg Westpfeiler (Süden, freistehend)

Sommer(Hitze)-Pause vorbei und los geht es in der Pfalz mit den drei Klassikern am Rindsberg Westpfeiler, um mich wieder an das Outdoor-Klettern zu gewöhnen. Als Zugabe gab es noch den „Schattenhaushalt“. Da fand ich recht zügig eine weitere Lösung für die Crux ohne den heftigen Längenzug.

Langer Eugen / Schattenhaushalt
Dying Akku / Lange Westwand

Bekannte Routen
** Langer Eugen 6+ lang, technische und anhaltende Kletterei
*** Dying Akku 7- lang, anhaltend, technisch
*** Lange Westwand 7- lang, anhaltend, technisch
** Schattenhaushalt 7+ fordernde athletische Passagen, weite Züge
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Rötzensteinpfeiler – 4/5

08.06./12.06. 2020, Rötzensteinpfeiler (Süden, freistehend)

Nach meinem Besuch im Erzgebirge war Sonne und Wärme für die Pfalz angesagt und so entschied ich mich spontan für den Rötzensteinpfeiler, da die Routen am Vormittag noch im Schatten liegen.

„Augen rechts“ ist eine grandiose, lange Linie. Die Absicherung ist sehr anspruchsvoll. Die Cams sind kräftezehrend zu legen und teilweise hat man kaum Sicht auf die Placements in der schrägen Rissverschneidung im mittleren Teil. E2 und weite Abstände obendrein.

Bereits unten muss man kräftig hinlangen mit weiten Zügen im oberen 7. Grad. Über dem Ring leicht übersehbare Placements für kleine Cams links und rechts (die bessere Wahl). Ausschütteln und weiter geht’s. Die schräge Verschneidung im Mittelteil fordert Technik und bietet kaum wirklich Rastpunkte. Direkt im Anschluss kommt der solide 8- Teil. Die Arme pumpen sich mehr und mehr auf und die Kletterei ist technisch und kräftemäßig fordernd.

Großartige Kletterei, super Linie und mega Ambiente. Das Zünglein an der Waage ist die Sicherungssituation. Wer das von unten klettert sollte deutliche Reserven haben und sicher sowie schnell mit Cams umgehen können. Mit 8- hat das dann nix mehr zu tun.
(harte 8- mit gelegten Cams)

** Augen rechts 8- rotpunkt (solo-toprope) super Linie, sehr anspruchsvoll, E2
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Rötzensteinpfeiler – 3

13.05. 2020, Rötzensteinpfeiler (Süden, freistehend)

Endlich mal wieder richtig Luft unterm Hintern, Rötzensteinfeeling! Der „Dachweg“ ist am Einstieg und kurz vor dem Ausstieg schwer (Ringe). Dazwischen gibt es sehr klassische, gut selbst abzusichernde Kletterei in leider suboptimalem, mürben Gestein. Im Richter-Führer 8-, im Web größtenteils 8 und das würde ich der Route ebenso geben.

Der Einstieg ist ein knackiger, fingerlastiger Boulder an kleineren Leisten einer kurzen Rissverschneidung. Die paar Züge pumpen die Arme gut auf und man kann sich zum Glück an der hohlen Schuppennase erhohlen, bevor es mit feinen Zügen um die Kante geht. In den klassischen Metern gibt es genügend No-Hand-Rastpunkte, um ausgeruht die zwei schweren Züge im Überhang zu bewältigen. Mit rechts gute Leiste blockieren und mit links an Seitgriffkante und direkt weiter an Henkel schnappen. Schwere Züge, danach geht es recht einfach auf den Gipfel, dran bleiben muss man trotzdem.

Ein Erlebnis, nicht unbedingt etwas für Pfalzneulinge.

* Dachweg 8 rotpunkt (solo-toprope) 2x bouldrig, dazwischen mürber Klassiker
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Engelmannsfels – 2

27.04. 2020, Engelmannsfels (Westen, freistehend)

Auf an den Engelmannsfels und einmal den „Hampelmann“ machen. Eigentlich fast eine zwei Sterne Route, wären da nicht die äußeren Umstände. Dafür stecken ordentlich Ringe in der Wand, mobile Sicherungen werden nicht benötigt.

Bereits im Einstieg gute, fordernde Kanten-/Wandkletterei. Leider ist dieser Felsbereich siffig und sandig. Ich empfehle den 1. Ring per Clipstick einzuhängen und die Tritte/Griffe zu putzen. Ohne putzen wäre hier heute nix gegangen, da hält keine Schuhsohle.

Nun folgt die feste Kante der Route und zugleich die Schlüsselstelle. Ein dynamischer Aufsteher in einen Untergriff-/Körperspannungszug. Tolle Bewegung, wahrscheinlich kann man das auch mehr auf Kante klettern.
Im nächsten Teil leichte Kletterei, jedoch weiches und mürbes Gestein mit vielen Rissen drin. Vom 7. zum 8. Ring muss man sich nochmal ranhalten. Anhaltende, senkrechte Kletterei an Leisten und Auflegern. Am 8. Ring kann man getrost abseilen.

Im Anschluss kletterte ich nochmals den mir bereits bekannten „Sündenfall“. Einfach eine gute, feste Geschichte.

Neue Routen
* Hampelmann 8 rotpunkt (solo-toprope) schöne Kante, lang, mürbe/sandig
Bekannte Routen
* Sündenfall 6+ kräftige, senkrechte Kletterei, Reibungsausstieg
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Geiersteine – 16/17/18/19

6./8./10./15. 04. 2020, Luger Geiersteine (Süd-Ost und Nord-Ost, freistehend)

Mein nächstes Ziel war „Blockieren geht über Studieren“ an den Luger Geiersteinen. Im Endeffekt ist die Route ein sehr schöner Boulder. Dieser startet mit einem weiten Zug aus den Fingerlöchern unter dem Überhang. Anschließend hängt man ordentlich in seinen Armen an mittelprächtigen Griffen. Es folgt ein sehr schwerer Clip und danach die Blockiercrux. Gut angepumpt muss man sich auf seinen Hook schieben und mit der gepumpten linken Hand sehr, sehr, sehr weit nach oben schieben, um an den nötigen Griff zu kommen. Auf dem Video sehen meine Durchstiegsversuche zwar nach knapp gescheitert aus, aber ich merkte jedes mal, da fehlen 2-3cm (bei 176cm Körpergröße) und die sind von unten kommend heute und morgen nicht drin. Schon eine sehr harte Geschichte für einen Achter. Also irgendwann wiederkommen.

Einmal schaute ich mir im Anschluss „Lady Sunshine“ an, mit dem Ergebnis = Null Chance. Sicherlich eine harte 8+. Das andere Mal stieg ich in den bekannten „Narrenweg“ ein und konnte die Tour fast retro-onsighten. Leider war ich vor der Leistencrux zu gepumpt.

So schwenkte meine Aufmerksamkeit auf „Rada(r) Love“. Nach dem Ausbouldertag gab ich mir 50-50 auf einen erfolgreichen Durchstieg. Der gelang mir dann überraschenderweise relativ sicher. Mir gefällt die Route richtig gut. Zunächst schöne, technische Einstiegskletterei. Vor der Schlüsselstelle kann man ausgiebig rasten und dann muss man eben ordentlich anziehen. Herrliche, körperdynamische Züge im Steilen an super Zangen und Auflegern. Danach gilt es nochmal zwei kleinen Leisten zu drücken und man hat die Tour im Sack.

Tagesabschluss bildete die „Nordwand“, die Kombination aus „Direkter Nordwandriss“ und „Zentrale Nordwand“. Unten also ein fordernder klassischer Riss und oben dann Waben und Löcher im Überhang. Was ein Ausdauerhammer. Im Überhang fand ich keinen Griff, an dem mir Schütteln irgendwie Energie wirklich zurückgebracht hätte. Die Clips fordernd richtig Kraft und die schwierigsten Züge kommen gegen Ende der Route. Da war im Onsight nix mehr zu halten und im Anschluss kam ich mit Ach und Krach gerade so durch.

Noch eine Anmerkung zur Nordwand, sie bietet zwar ab den frühen Mittagsstunden Schatten, aber die Art der Griffe und deren Beschaffenheit verlangen nach kühlen Temperaturen.

Neue Routen
** Nordwand 7+ rotpunkt (solo-toprope) Ausdauerhammer, Riss, überh. Waben/Löcher
** Rada(r) Love 8 rotpunkt (solo-toprope) athletische, bouldrige Tour, steil
* Blockieren g. ü. S. 8 offen (solo-toprope) cooler Längenzug, krasser Blockierdrücker
Bekannte Routen
*** Narrenweg 8- kräftig, anhaltend schwierig, enorm vielseitig