{"id":3313,"date":"2018-06-20T00:00:39","date_gmt":"2018-06-19T22:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/nureinkleinesklettertagebuch.de\/?p=3313"},"modified":"2018-06-21T08:19:37","modified_gmt":"2018-06-21T06:19:37","slug":"laubendoellwand-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nureinkleinesklettertagebuch.de\/?p=3313","title":{"rendered":"Laubend\u00f6llwand &#8211; 1"},"content":{"rendered":"<p>20.06. 2018, Laubend\u00f6llwand (S\u00fcden, freistehend)<\/p>\n<p>Die Laubend\u00f6llwand fristet trotz kurzem Zustieg und guter Absicherung (viele Ringe, Cams erg\u00e4nzend n\u00f6tig) ein Schattendasein. Ursache ist einerseits der Zustand der Routen (teils schmutzig, keimig, sandig) und andererseits die \u00fcberwiegende Art der Kletterei. Hier geht es gr\u00f6\u00dftenteils sehr technisch zu auf eher liegenden W\u00e4nden &#8211; IN ist das nicht. Viel Reibung und ein paar Kiesel. Dazu gesellen sich Risse, L\u00f6cher und Leisten. Mit Fingerkraft allein ist kein Blumentopf zu gewinnen. <\/p>\n<p>Ein Besuch lohnt sich nur bei absoluter Trockenheit, ab circa 10 Uhr scheint die Sonne auf die S\u00fcdwand. Zu hei\u00df sollte es nicht sein. Sauber gekletterte Routen sind nicht zu erwarten, jedoch ist alles machbar. Selbst heute waren einige Routen teils keimig\/schmierig, besonders die im linken Wandteil.<\/p>\n<p>&#8222;Chickencrack&#8220; bietet im unteren Teil eine super Kieselplatte (gute Schuhe machen es leichter). Gefolgt von einem Reibungsriss und dem gem\u00fctlichen Weg zum neuen Umlenker. Eine gute Tour. &#8222;Trockenzeit&#8220; ist von der technischen Seite her einen Tick schwerer, tolle Bewegungen und viel Reibung. An den oberen Ringen gibt es kleinere Runouts, es klettert sich gl\u00fccklicherweise recht sicher. &#8222;Putzlumbe&#8220; kann man links liegen lassen. Nur der \u00dcberhang lohnt. Dieser ist aber schmierig und sandig, beim Clip des 3. Ringes darf nichts schief gehen, sonst landet man auf der darunterliegenden Platte. <\/p>\n<p>Der &#8222;Maiweg&#8220; ist keine leichte 5+. Der abdr\u00e4ngende Riss ist kr\u00e4ftig zu klettern und die Sicherungen sind nicht einfach unterzubringen. Die Klemmstellen sind keimig, eher auf die Griffe ausweichen. In der Verschneidung wird es besser mit sch\u00f6nem Spreizen. Von hier aus kann man nun in &#8222;Fr\u00f6schlein streck dich&#8220; abbiegen. Eine kurze, saubere und kleingriffige Wand. Typische Scharfenberger-Route, man muss sich von den Ringen weg trauen ins Ungewisse. Gut Stehen ist das A und O, besser scharfe Schuhe anziehen. Kurz vor dem zweiten Ring ist die richtige Leiste zu finden, hoffentlich h\u00e4lt die noch lange. F\u00fcr den folgenden Ausstieg ebenso der richtige Griff und insbesondere die richtige Trittfolge. Schwere 6+ und alles ein wenig kippelig &#8211; aber gut. &#8222;Streck dich&#8220; ist 2x Pflichtprogramm.<\/p>\n<p>Als lohnendste Route empfand ich &#8222;Rainman&#8220;. Aufpassen zum hohen ersten Ring, lieber Clipstick nehmen. Es folgt ein steile Henkelpassage an runden W\u00fclsten, wobei man das Wort Henkel nicht \u00fcberbewerten sollte. Schwer und anstrengender Clip. Leider schmutzig und etwas keimig und dadurch nicht einfacher. Der Weiterweg kommt in Form einer feinen Platten-Wand daher (sauber). Der Ausstieg ist nicht leicht und leider unangenehm (sandiges Band, gemeinsamer Umlenker mit &#8222;Fr\u00f6schlein streck dich&#8220;).    <\/p>\n<p>Also, ein Besuch lohnt sich, die Routen sind gut. Je mehr Kletterer, desto sauberer w\u00e4re es. Wer sich an Schmutz, Sand und etwas Schlonz st\u00f6rt ist an der falschen Adresse. Aufgrund der Umst\u00e4nde sollte man technisch gut drauf sein und von der Kraft her etwas \u00fcber den Dingen stehen, um solchen Spa\u00df zu haben wie ich ihn hatte.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>*<\/td>\n<td>Maiweg<\/td>\n<td>5+<\/td>\n<td>onsight (solo-vorstieg)<\/td>\n<td>abdr\u00e4ngender Riss (kr\u00e4ftig), Verschneidung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Putzlumbe<\/td>\n<td>6<\/td>\n<td>onsight (solo-toprope)<\/td>\n<td>muss man nicht machen, plattig, \u00dcberhang<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>*<\/td>\n<td>Fr\u00f6schlein streck dich<\/td>\n<td>6+<\/td>\n<td>onsight (solo-vorstieg)<\/td>\n<td>2 weite Z\u00fcge, schwerer Ausstieg, kleingriffig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>*<\/td>\n<td>Chickencrack<\/td>\n<td>6+<\/td>\n<td>onsight (solo-vorstieg)<\/td>\n<td>Kieselplatte, Reibung und Riss, gut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>*<\/td>\n<td>Trockenzeit<\/td>\n<td>7-<\/td>\n<td>onsight (solo-toprope)<\/td>\n<td>techn. Riss und Verschneidung, viel Reibung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>*<\/td>\n<td>Rainman<\/td>\n<td>7-<\/td>\n<td>onsight (solo-toprope)<\/td>\n<td>steile Henkelpassage, feine Platten-Wand<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20.06. 2018, Laubend\u00f6llwand (S\u00fcden, freistehend) Die Laubend\u00f6llwand fristet trotz kurzem Zustieg und guter Absicherung (viele Ringe, Cams erg\u00e4nzend n\u00f6tig) ein Schattendasein. Ursache ist einerseits der Zustand der Routen (teils schmutzig, keimig, sandig) und andererseits die \u00fcberwiegende Art der Kletterei. Hier geht es gr\u00f6\u00dftenteils sehr technisch zu auf eher liegenden W\u00e4nden &#8211; IN ist das nicht. 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